JoA und BIJ

Jugendliche ohne Ausbildungsplatz werden an der Hans-Glas-Schule in zwei verschiedenen Modellen, dem Berufsintegrationsjahr und einer JoA-Tagesklasse beschult.

Berufsintegrationsjahr

Organisation
Das Berufsintegrationsjahr BIJ-ESF ist ein kooperatives Angebot und wird durch die Berufsschule in Kooperation mit Eigenpersonal des Landkreises Dingolfing-Landau beschult.

Zielsetzung
Das Berufsintegrationsjahr dient vor allem der verstärkten Berufsorientierung, soll den Schülerinnen und Schülern Grundlagen für ein selbstständiges, wirtschaftlich unabhängiges Leben vermitteln und die Integration in die Gesellschaft erleichtern.

Inhalte
Der Umfang und die Inhalte des Angebotes (v. a. Sprachförderung, allgemeinbildender und fachlicher Unterricht sowie Praktika) werden in Abhängigkeit von den Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler festgelegt.

Folgende Fächer werden unterrichtet:
* Ethik
* Deutsch
* Sozialkunde
* Sport
* Mathematik
* Praktisches Verpacken
* Kaufmännische Grundlagen
* Hauswirtschaft
* Berufsorientierung

Teilnehmer ohne Mittelschulabschluss wird die Möglichkeit gegeben, diesen nachzuholen.

JoA-Tagesklasse

Berufsschulpflichtige Jugendliche ohne Ausbildungsplatz können auch eine sogenannte Tagesklasse besuchen. Der Unterricht erfolgt an einem Schultag pro Woche. Die Schülerinnen und Schüler werden in grundlegenden Kompetenzbereichen unterrichtet und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt.

 

Philosophie der JoA-Beschulung

Für besonders wichtig erachten wir die Haltung aller Beteiligten gegenüber diesen Schülerinnen und Schülern. Wir versuchen unseren Schülerinnen und Schülern in den JoA-Klassen mit besonderer Achtung und Wertschätzung zu begegnen, und wollen dabei die ganz besonderen individuellen Entwicklungs- und Sozialisationsbedingungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen.
Schüler die Probleme haben machen Probleme. Oft haben die Schüler aber ihre persönlichen und psycho-sozialen Probleme nicht selbst zu verantworten, sondern haben gehäuft Schwierigkeiten und Problemen in der Familie, im sozialen Umfeld, in der bisherigen Schullaufbahn. Auch die gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen, auf die wir als Schule keinen Einfluss haben, führen zu Verhaltensauffälligkeiten und besonderem Erziehungs- und Förderbedarf bei „auffälligen“ Schülerinnen und Schülern.